
Lead-Scoring gehört zum Kern eines effektiven Leadmanagement-Prozesses. Viele Marketing- und Vertriebsteams generieren zwar zahlreiche Leads, verlieren aber wertvolle Conversion-Chancen, weil sie nicht klar priorisieren, welche Kontakte zuerst bearbeitet werden sollten. Genau hier setzt Lead-Scoring an: Es hilft dabei, aus der Masse an Kontakten diejenigen herauszufiltern, die am ehesten zum Kauf bereit sind. Dies hat mehrere positive Effekte:
Mit einem durchdachten Lead-Scoring-System nutzen Sie Ihre Vertriebsressourcen also effizienter und steigern den ROI Ihrer Leadgenerierungs-Maßnahmen. Im nächsten Schritt schauen wir uns an, wie Lead-Scoring funktioniert und welche Kriterien in ein Scoring-Modell einfließen.
Lead-Scoring ist eine Methode, bei der jedem Lead eine Punktzahl zugewiesen wird. Diese Punktzahl spiegelt wider, wie gut der Lead zum Angebot passt und wie hoch seine Kaufwahrscheinlichkeit ist. Um dies zu bestimmen, werden verschiedene Kriterien bewertet. Typischerweise fließen dabei folgende Aspekte in das Punktesystem ein:
Zusätzlich können weitere Kriterien einbezogen werden, z.B. zeitbezogene Faktoren (wie aktuell der Lead ist – neue Leads haben ggf. höhere Priorität als ältere) oder explizite Kaufindikatoren (etwa ein angegebenes Budget oder Kaufzeitpunkt aus einer Bedarfsanalyse). Auch negative Kriterien sind möglich: Erfüllt ein Lead bestimmte Ausschlusskriterien nicht, können Punkte abgezogen werden. Beispielsweise könnten Leads außerhalb Ihres Zielmarkts oder mit falschen Kontaktdaten einen niedrigeren Score erhalten.
Wie funktioniert nun das Punktesystem? Im ersten Schritt legen Marketing und Vertrieb gemeinsam fest, welche der oben genannten Kriterien wie wichtig sind. Jedem Kriterium wird eine bestimmte Punktzahl zugeordnet. Anschließend erhält der Lead Punkte für jedes Kriterium, das er erfüllt bzw. für jede Aktion, die er ausführt. Die Punkte aller Kriterien werden zu einem Gesamtscore summiert.
Wichtig ist, eine Skala zu definieren, damit Scores einheitlich interpretiert werden. Viele Unternehmen nutzen z.B. eine Skala von 0 bis 100 Punkten (oder alternativ 1 bis 10). Entscheidend ist weniger die absolute Zahl als die Bedeutung dahinter: Legen Sie klare Schwellenwerte fest, wann ein Lead als „heiß“ eingestuft wird. Zum Beispiel könnten Leads ab 80 Punkten als verkaufsbereit gelten. Überschreitet ein Kontakt diesen Schwellenwert, wird er sofort vom Vertrieb kontaktiert. Leads mit mittlerer Punktzahl bleiben zunächst im Marketing-Nurturing (sie erhalten weiterführende Inhalte, bis sie genug Punkte gesammelt haben), und sehr niedrige Scores bekommen vielleicht zunächst nur allgemeine Newsletter-Kommunikation.
Ein kurzes Beispiel zur Veranschaulichung: Sie vergeben Punkte nach folgendem Schema – jeder Website-Besuch +2 Punkte, Download eines Whitepapers +5 Punkte, Besuch der Preisseite +10 Punkte, ausgefülltes Kontaktformular +20 Punkte. Ein Lead aus Ihrer Zielbranche gibt in einem Formular nun seine Unternehmensdaten an (passende Branche +5 Punkte) und fordert direkt eine Produkt-Demo an (+20 Punkte); außerdem hat er bereits die Preisseite besucht (+10) und zwei Marketing-E-Mails geöffnet (+2*2=+4). Sein Score würde in kurzer Zeit auf über 40 Punkte steigen. Er hat damit ein hohes Ranking und rückt für Ihr Vertriebsteam an die Spitze, da er klares Interesse und Fit signalisiert. Dieses Punktesystem hilft Ihrem Team, objektiv und schnell zu entscheiden, wo der nächste Anruf oder Termin die höchste Erfolgswahrscheinlichkeit verspricht.
Manuell alle diese Datenpunkte für jeden Lead zu sammeln und auszuwerten, wäre extrem zeitaufwändig – zum Glück lässt sich Lead-Scoring heute weitgehend automatisieren. Moderne CRM-Systeme und Marketing-Automation-Tools bieten integrierte Funktionen, um Lead-Scoring regelbasiert oder sogar KI-gestützt umzusetzen. So stellen Sie sicher, dass jeder neue Kontakt sofort bewertet wird, ohne dass Ihr Team händisch Scores vergeben muss.
Worauf sollten Sie achten? Zunächst braucht es ein verlässliches Tracking aller relevanten Interaktionen. Richten Sie auf Ihrer Website Tracking-Tools ein (z.B. mittels Analytics oder eines Marketing-Automation-Skripts), die registrieren, welche Seiten ein Lead besucht und welche Aktionen er ausführt. Verbinden Sie diese Tracking-Daten mit Ihrem CRM, damit das Verhalten jedes Leads zentral erfasst wird. Ebenso sollten alle anderen Kontaktpunkte – etwa E-Mail-Marketing-Plattformen, Webinar-Tools oder Social-Media-Kanäle – mit dem CRM verknüpft sein oder ihre Daten dorthin übertragen. Je umfassender der Blick auf den Lead, desto präziser das Scoring.
Im CRM selbst konfigurieren Sie dann Ihr Punktesystem. Legen Sie Regeln fest, die automatisch Punkte hinzufügen oder abziehen, sobald ein Lead ein definiertes Kriterium erfüllt. Beispielsweise kann das System +10 Punkte vergeben, wenn der Lead auf Ihrer Webseite die “Preise”-Seite aufruft, oder +5 Punkte, wenn er Ihre letzte E-Mail anklickt. Die meisten gängigen CRM- und Automation-Tools (etwa HubSpot, Salesforce Pardot, Marketo, u.a.) ermöglichen es, solche Lead-Scoring-Regeln ohne Programmieraufwand anzulegen. Sobald eingerichtet, läuft das Scoring in Echtzeit: Jedes neue Ereignis aktualisiert den Score des Leads automatisch.
Durch diese Automatisierung erhält Ihr Vertrieb sofortige Insights. Erreichen Leads einen bestimmten Score (z.B. wird die Schwelle zum „Sales Qualified Lead“ überschritten), kann das System automatisch den Vertrieb benachrichtigen – etwa via E-Mail, Task im CRM oder einem Notification-Popup. Ihr Team weiß dann sofort Bescheid und kann proaktiv den Kontakt aufnehmen, solange das Interesse des Leads hoch ist. Schnellere Reaktionszeiten sind entscheidend: Die Wahrscheinlichkeit, einen Abschluss zu erzielen, ist viel höher, wenn ein Lead kurz nach einer Interaktion (z.B. dem Download eines Datenblatts oder einer Demo-Anfrage) kontaktiert wird. Lead-Scoring in Kombination mit Automatisierung sorgt dafür, dass kein heißer Lead mehr liegenbleibt.
Neben der Priorisierung von heißen Leads hilft die Automatisierung auch dabei, mit weniger engagierten Leads effizient umzugehen. Kontakte mit niedrigem Score können automatisch in ein Lead Nurturing Programm fließen – sie erhalten z.B. regelmäßig nützliche Inhalte per E-Mail, um ihr Interesse aufzubauen. Steigt ihr Score durch weitere Interaktionen später an, werden sie wieder für den Vertrieb interessant. All das geschieht dank definierter Workflows ohne manuelles Zutun. Ihr Team kann sich voll auf die besten Chancen konzentrieren, während die Software den Rest im Hintergrund managt.
Zum Abschluss stellt sich die Frage, wie ein Leadmanagement-Tool wie Leadnodes Ihr Lead-Scoring unterstützen kann. Leadnodes ist eine Plattform, die den gesamten Prozess von der Lead-Erfassung bis zur -Verteilung automatisiert und dabei wertvolle Daten bereitstellt, die in Ihr Scoring-Modell einfließen könnten:
Zusammengefasst unterstützt Leadnodes Ihr Lead-Scoring, indem es hochwertige, konsolidierte Leaddaten liefert und den technischen Unterbau für schnelles, automatisiertes Leadmanagement bereitstellt. In Kombination mit einem klug entworfenen Scoring-Modell erzielen Sie so optimale Ergebnisse: Ihr Team weiß jederzeit, welche Leads Priorität haben, kann schneller auf Kaufinteressenten reagieren und Abschlussraten deutlich steigern. Nutzen Sie die Möglichkeiten von Lead-Scoring – und lassen Sie kein Potenzial mehr ungenutzt. Ihre Vertriebsmannschaft wird es Ihnen danken, denn sie arbeitet effizienter und schließt mehr Deals in kürzerer Zeit ab. Damit wird klar: Lead-Scoring ist kein „nice-to-have“, sondern ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im modernen Vertriebsprozess – insbesondere, wenn man die richtigen Tools wie Leadnodes an seiner Seite hat.
Leadnodes, die Online-Plattform für Leadhandel & Management. Eigene Leads generieren, validieren, automatisiert verteilen und abrechnen.