Ping-Post ist ein zweistufiges Echtzeitverfahren zum Verkauf von Leads. Es trennt bewusst zwei Vorgänge: das anonyme Anbieten eines Leads und die anschließende Übergabe der vollständigen Kontaktdaten. Innerhalb der Lead-Distribution gilt Ping-Post als besonders datenschutzfreundliches Verteilmodell.
So funktioniert es
Schritt 1: Ping
Beim Ping werden nur anonymisierte Eckdaten an alle passenden Käufer gesendet – etwa Postleitzahl, Sparte und Region, aber weder Name noch Telefonnummer. Jeder Käufer entscheidet auf dieser Basis, ob und zu welchem Preis er den Lead haben möchte.
Auswahl
Aus den Rückmeldungen wählt das System den Gewinner. Möglich sind mehrere Regeln: das höchste Gebot, First-come (wer zuerst zusagt), Round-Robin (reihum) oder eine feste Priorität einzelner Käufer.
Schritt 2: Post
Erst jetzt, im Post, erhält der ausgewählte Käufer den vollständigen Datensatz mit allen Kontaktdaten. Lehnt der Erste ab oder reagiert nicht rechtzeitig, greift ein automatischer Fallback: Der Lead geht an den nächsten in der Reihe. So geht kein Lead verloren.
Beispiel
Ein Wärmepumpen-Lead aus der Region Stuttgart wird gepingt. Fünf Installateure decken das Gebiet ab und geben Gebote ab: 44, 41, 39, 36 und 33 Euro. Der Höchstbietende mit 44 Euro gewinnt und erhält im Post die vollständigen Daten. Reagiert er nicht innerhalb von 90 Sekunden, rückt automatisch das Gebot über 41 Euro nach – ohne manuelles Eingreifen.
Vorteile
- Datenschutz: Vollständige Kontaktdaten fließen erst nach dem Kauf, nicht schon bei der Anfrage.
- Preiswettbewerb: Mehrere Käufer konkurrieren, was den erzielbaren Preis hebt.
- Kein Lead-Verlust: Der Fallback stellt sicher, dass jeder verkaufsfähige Lead einen Abnehmer findet.
- Regelbasiert fair: Die Auswahl folgt festen, nachvollziehbaren Regeln.
DSGVO-Freundlichkeit
Ping-Post ist datensparsam im Sinne der DSGVO: Personenbezogene Daten werden nur an denjenigen übergeben, der den Lead tatsächlich erwirbt. Alle anderen Käufer sehen ausschließlich anonyme Eckdaten. Das reduziert die Zahl der Datenempfänger auf das notwendige Minimum. Voraussetzung bleibt eine saubere Lead-Qualifizierung vorab.
Häufige Missverständnisse
Ping-Post wird gelegentlich mit automatischem Mehrfachverkauf verwechselt. Das ist falsch: Ping-Post ist ein Verfahren zur Auswahl eines einzelnen Gewinners, kein Modell, das denselben Lead automatisch an viele verkauft. Ob ein Lead exklusiv oder mehrfach verkauft wird, ist eine getrennte Entscheidung. Ebenso ersetzt Ping-Post nicht die vorgelagerte Prüfung – dafür sorgt der Pre-Ping.
Bezug zu Leadnodes
Leadnodes setzt Ping-Post als eines seiner Verteilmodelle in Echtzeit um. Die anonyme Voranfrage berücksichtigt Postleitzahl, Radius, Sparte und Priorität. Für die Auswahl stehen Gebot, First-come, Round-Robin und Priorität zur Verfügung, und der automatische Fallback verhindert Lead-Verluste. Da vollständige Daten erst im Post übergeben werden, arbeitet das Verfahren datensparsam – passend zum DSGVO-konformen Betrieb mit Hosting in Deutschland.
Häufige Fragen
Wann ist Ping-Post sinnvoll?
Immer dann, wenn mehrere Käufer um dieselben Leads konkurrieren. Der Wettbewerb hebt den Preis und die Auswahl bleibt fair.
Sieht jeder Käufer die vollständigen Daten?
Nein. Beim Ping sehen alle nur anonyme Eckdaten. Die vollständigen Kontaktdaten erhält ausschließlich der Gewinner im Post.
Was passiert, wenn der Gewinner ablehnt?
Ein automatischer Fallback übergibt den Lead an den nächsten Käufer in der Reihenfolge, sodass er nicht verloren geht.
Ist Ping-Post dasselbe wie Multisale?
Nein. Ping-Post ist ein Auswahlverfahren für einen Gewinner. Ob ein Lead mehrfach verkauft wird, ist eine separate Einstellung.
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